Filmkritik zu Dead Man Walking
Die Schwester und der Verurteilte
Schwester Helen (Susan Sarandon) arbeitet in Louisiana als Nonne in einem Orden, der Hilfsbedürftige meist Schwarze in ihrer Lebenslage unterstützt. Sie erhält einen Brief von Matthew Poncelet (Sean Penn), einem weißen Häftling, der seit 6 Jahren im Todestrakt sitzt.
Bei dem ersten Zusammentreffen der beiden, behauptet Matthew unschuldig zu sein, und bezichtigt seinen damaligen Komplizen Vitello den Mord an den Opfern Hope Percy und Walter Delacroix begangen zu haben. Obwohl Matthew ein flegelhafter Typ ist, verspricht Helen ihm zu helfen und einen Anwalt aufzutreiben. Schon einige Tage später wird der Termin für Matthews Hinrichtung angesetzt. In 11 Tagen wird der Tod durch die Todesspritze vollzogen, eine Methode, die erst kürzlich in Louisiana eingeführt wurde.
Der Film beeindruckt am meisten durch seine Bilder und die Situationen in die Schwester Helen gerät. Da sie sich dazu entschlossen hat Matthew zu helfen, wird es ihr schwer gemacht, ihren sonstigen Tätigkeiten in ihrem Orden nachzugehen. Von den beiden Familien der getöteten Teenager bekommt sie natürlich am meisten Verachtung zu spüren. Die Dialoge sind allerdings eher von schwerer Natur, was das Zuschauen und bei der Stange bleiben doch etwas anstrengt. Bis kurz vor Ende bleibt relativ unklar, wie die Tat nun wirklich begangen wurde. Was der Zuschauer mitkriegt, sind die Ansichten von Matthew.
Fazit
Der Film begleitet eine Nonne, die einem zum Tode Verurteilten hilft, und zeigt, wie sie hin- und hergerissen ist, zwischen dem begangenen Verbrechen und der Not, in der Matthew sich befindet, sein Leben selber zu verlieren.
walle Bilder © Ascot Video
Cinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | Dead Man Walking |
| Land/Jahr: | UK/USA 1995 |
| Genre: | Drama |
| Regie: | Tim Robbins |
| Drehbuch: | Helen Prejean, Tim Robbins |
| Studio: | Ascot Video |
| Länge: | 113 min. |
| Deutschlandstart: | 11.04.1996 |
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