Filmkritik zu W. - Ein missverstandenes Leben

W. - Ein missverstandenes Leben W. - Ein missverstandenes Leben W. - Ein missverstandenes Leben
Der Aufstieg des 43. Präsidenten der USA
"Verarschst du mich einmal, Schande über dich, verarschst du mich zweimal...dann..." und da fehlen ihm die Worte. George W. Bush war nie wortgewandt was in seiner satirischen Verfilmung öfters zu hören ist. Er und Homer Simpson sind auch die Einzigen, die wissen dass es "Nukular" anstatt "Nuklear" heißt. Doch Oliver Stones Biographieverfilmung betont diese Schwäche von Bush Junior nicht übermäßig und geht weit über wohl bekannte Klischees hinaus.

Der Film blendet abwechselnd von der aktiven Amtszeit des ehemaligen Präsidenten zurück zu seiner Jugend als Student und erzählt davon wie er seine jetzige Frau Laura Bush kennenlernte und wie er zur Politik kam. Ständig getrieben von dem Ziel, seinen Vater stolz zu machen und aus seinem Schatten zu treten, arbeitet sich W. nach Washington bis er schließlich ins Weiße Haus darf.

Der Teil des Films über Bushs Amtszeit ist verständlicher Weise durch den Irak Krieg geprägt, der sich über 5 Jahre seines Regimes erstreckt. Es werden die Gespräche der Führungsspitze zu den Entscheidungen gezeigt und Colin Powell, der damalige Außenminister, spricht sich als Einziger für eine politische Lösung des Konflikts aus. Er wird überstimmt und die tragische Geschichte des Irak-Kriegs nimmt ihren Lauf...bis heute.


Es hätte wohl kein besserer Schauspieler gefunden werden können George Bush zu spielen als "No Country For Old Men"-Star Josh Brolin. Nicht nur dass er ihm teilweise zum verwechseln ähnlich sieht, er läuft, bewegt und spricht auch so wie das einstige Staatsoberhaupt. In einem Interview mit Latenightshow Gastgeber David Letterman hat Brolin erzählt, wie er sich sogar im Urlaub mit seiner Frau auf die Rolle vorbereitet hat. Am Strand von Hawaii lief Brolin immer leicht nach vorn gebeugt und schüttelte mit seinen Armen, dass es seiner Frau schon beinahe peinlich war.

Fazit
George W. Bush ist eigentlich ein recht sympatischer Mann, den man sich sogar als Freund vorstellen kann, dass er als Politiker fehlbesetzt ist hat er in der Realität 8 Jahre lang bewiesen, Oliver Stone zeigt in seiner Biographieverfilmung warum das so ist. Sehr sehenswert! /dd

alle Bilder © Planet Media


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:W.
Land/Jahr:USA 2008
Genre:Historie, Drama, Komödie, Biog
Regie:Oliver Stone
Drehbuch:Stanley Weiser
Studio:Planet Media
FSK:
ab 12
Länge:124 min.
Deutschlandstart:23.01.2009
Internetseiten:
Trailer(High/Low):  /  

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Schauspieler und Rollen

Josh Brolin Josh Brolin
als "George W. Bush"
Elizabeth Banks Elizabeth Banks
als "Laura Bush"
Thandie Newton Thandie Newton
als "Condoleezza Rice"
Ioan Gruffudd Ioan Gruffudd
als "Tony Blair"
Ellen Burstyn Ellen Burstyn
als "Barbara Bush"
Jeffrey Wright Jeffrey Wright
als "Colin Powell"
James Cromwell James Cromwell
als "George Herbert Walker Bush"

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