Filmkritik zu W. - Ein missverstandenes Leben
Der Film blendet abwechselnd von der aktiven Amtszeit des ehemaligen Präsidenten zurück zu seiner Jugend als Student und erzählt davon wie er seine jetzige Frau Laura Bush kennenlernte und wie er zur Politik kam. Ständig getrieben von dem Ziel, seinen Vater stolz zu machen und aus seinem Schatten zu treten, arbeitet sich W. nach Washington bis er schließlich ins Weiße Haus darf.
Der Teil des Films über Bushs Amtszeit ist verständlicher Weise durch den Irak Krieg geprägt, der sich über 5 Jahre seines Regimes erstreckt. Es werden die Gespräche der Führungsspitze zu den Entscheidungen gezeigt und Colin Powell, der damalige Außenminister, spricht sich als Einziger für eine politische Lösung des Konflikts aus. Er wird überstimmt und die tragische Geschichte des Irak-Kriegs nimmt ihren Lauf...bis heute.
Es hätte wohl kein besserer Schauspieler gefunden werden können George Bush zu spielen als "No Country For Old Men"-Star Josh Brolin. Nicht nur dass er ihm teilweise zum verwechseln ähnlich sieht, er läuft, bewegt und spricht auch so wie das einstige Staatsoberhaupt. In einem Interview mit Latenightshow Gastgeber David Letterman hat Brolin erzählt, wie er sich sogar im Urlaub mit seiner Frau auf die Rolle vorbereitet hat. Am Strand von Hawaii lief Brolin immer leicht nach vorn gebeugt und schüttelte mit seinen Armen, dass es seiner Frau schon beinahe peinlich war.
dCinefreaks Wertung:
Fakten
| Originaltitel: | W. |
| Land/Jahr: | USA 2008 |
| Genre: | Historie, Drama, Komödie, Biog |
| Regie: | Oliver Stone |
| Drehbuch: | Stanley Weiser |
| Studio: | Planet Media |
| FSK: | ab 12 |
| Länge: | 124 min. |
| Deutschlandstart: | 23.01.2009 |
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