Filmkritik zu K-PAX - Alles ist möglich

Der Mann vom anderen Stern
Eines hellichten Tages wird ein Mann in der Central Station in New York von der Polizei aufgelesen. Mann ist vielleicht nicht ganz richtig, Prot, so sein Name, ist nämlich nach seinen eigenen Aussagen her ein Außerirdischer, der gerade auf dem Planeten Erde gelandet ist. Da er sich natürlich nicht ausweisen kann, wird er erst einmal mitgenommen.
Nach einigen erfolglosen Untersuchungen kommt er in die psychiatrische Obhut Dr. Powells, der sich schon seit Jahren mit stark psychisch kranken Menschen auseinandersetzt. Die psychiatrische Klinik ist auf solche Fälle spezialisiert, jedoch so einen Fall wie Prot hatten sie bisher ganz sicher noch nicht.

In verschiedenen Sitzungen bekommt Dr. Powell einen Einblick in Prots bisheriges Leben. Er kommt vom Planeten K-PAX. Durch einige Untersuchungen weiß der Zuschauer auch, dass er anscheinend ultraviolettes Licht wahrnehmen kann und auf starke medikamentöse Behandlungen nicht anspringt, wie normale Menschen es tun würden. Zudem zieht Dr. Powell einen Fachkundigen im Bereich Astronomie zu Rate, denn Prot weiß über sein Heimat-Sonnensystem im Sternenbild Lyra mehr Bescheid als Astronomieprofessoren, die sich mit diesem Bereich des Universums besser auskennen als sonst ein Mensch auf der Erde.

Prots Anwesenheit bringt das Leben derer, die mit ihm zu tun haben, gehörig durcheinander. Auf die Patienten der Klinik strahlt er eine sichtlich positive Wirkung aus. Zum Beispiel Bess, die nie ein Wort sagte, fängt auf einmal an zu sprechen. Ein anderer Patient, dem seine ganze Umgebung im wahrsten Sinne des Wortes stinkt, nimmt Prot als duftlos wahr. Bis hin zum familiären Leben von Dr. Powell, das man als bisher recht eingefahren bezeichnen darf. Nun steht jedoch schon bald Prots Rückreise zu seinem Heimatplaneten K-PAX an, und Dr. Powell muss um so schneller herausfinden, was die Hintergründe für Prots verhalten sind.

Ungewissheit
Die Darstellung von Kevin Spacey als Prot, der entweder ein psychisch kranker Mann oder aber wirklich ein Bewohner des Planeten K-PAX ist, ist so gut inszeniert, dass der Zuschauer bis zum Ende hin rätselt, was nun von beidem stimmt. Alle anderen Schauspieler, wie Jeff Bridges, der den zuerst wenig begeisterten Psychiater gibt, der sich aber schon bald selber nicht mehr im Klaren ist, mit was er es hier zu tun hat, ist ebenso brillant. Der Film ist zudem mit einem super Soundtrack untermalt.

Fazit
K-PAX ist ein gut inszeniertes Drama mit Kevin Spacey und Jeff Bridges in den Hauptrollen. Ein Film mit einem gewissen psychoanalytischen Touch, wer das nicht scheut, der ist mit K-PAX bestens beraten. /ww

alle Bilder © Constantin


Cinefreaks Wertung:


 

Fakten

Originaltitel:K-PAX
Land/Jahr:USA/Deutschland 2001
Genre:Drama
Regie:Iain Softley
Drehbuch:Gene Brewer, Charles Leavitt
Studio:Constantin
Länge:120 min.
Deutschlandstart:17.10.2002
Internetseiten:

Produkte

Schauspieler und Rollen

Kevin Spacey Kevin Spacey
als "Prot"
Jeff Bridges Jeff Bridges
als "Dr. Mark Powell"
Mary McCormack Mary McCormack
als "Rachel Powell"
Alfre Woodard Alfre Woodard
als "Dr. Claudia Villars"
Saul Williams Saul Williams
als "Ernie"
Peter Gerety Peter Gerety
als "Sal"

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