Hat der Oscar Angst vorm Schwarzen Mann?
Jedes Jahr kommen eine Menge Comicverfilmungen in die Kinos, allen voran die zahlreichen Umsetzungen der Marvel Helden. 2008 durften wir sehen wie Hulk wütend wird, wie Iron Man fliegen lernt und wie ein DC Held names Batman einen wahnsinnigen Joker durch die Straßen von Gotham City jagt. Meist rentieren sich Comicverfilmungen was man nicht zuletzt an der Zahl der Fortsetzungen sehen kann, selten jedoch sind die Filme so super, dass sie selbst genrefremde Zuschauer begeistern.
Der schwarze Ritter hat 2008 aber genau das geschafft. Christian Bale verkörpert zum zweiten Mal den dunklen Helden hervorragend und wird sogar von seinem noch überzeugenderen Schaupielerkollegen Heath Ledger (Joker) in den Schatten gestellt. Der Regisseur Christopher Nolan schaffte es in dem über zweieinhalb stündigen Meisterwerk großartige Charaktere zusammenzubringen, einen fesselnden Soundtrack zu organisieren und jede Sekunde die Spannung zu erhalten. Besonders durch die spektakuläre Story, die oft völlig gegen die Erwartungen verläuft kann der Film beim Publikum punkten. Keine Comicverfilmung war je so gut wie diese und wir werden wohl eine Weile warten können bis eine andere der Fledermaus das Wasser reichen kann.
Jetzt stellt sich aber die Frage warum dieser Film nicht als bester Film bei den Oscars oder Golden Globes in diesem Jahr nominiert war! Sowohl Kritiker als auch Fans liebten diesen Film (derzeit hat The Dark Knight ein IMDB Ranking von 6, besser als alle anderen nominierten Filme dieses Jahres).
Gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass Comicverfilmungen keine besten Filme werden können? Hat die Oscarjury Angst unblaubwürdig zu wirken, wenn sie eine auf einer, Comicreihe basierenden Verfilmung als besten Film preist?
| Datum: | 25.02.2009 |
| Tags: | The Dark Knight, Oscar |
